Turnier Würmtal
17.06.2018
Helfer gesucht für DJM München 07.-09.09.2018
05.07.2018

Amicelli auf Reitturnier in München-Solln

Amicelli machte sich zum ersten Mal alleine auf den Weg zum Turnier. Die reichlich eingeplante Verladezeit in der Früh war gar nicht nötig. Amicelli ging brav wie ein Schäfchen in den Hänger und war auch am Turnier für seine Verhältnisse sehr angenehm im Umgang. Nachdem er ja keinen Freund mitgenommen hatte, wieherte er auch nicht wild herum und gab sich recht handzahm.
In den Prüfungen packte er natürlich wie gewohnt den Super-Haflinger aus! Catherina Menzel ritt erfolgreich E Dressur und kam mit 7,2 auf den 9. Platz – bei 35 Startern eine tolle Leistung. Amicelli war etwas enttäuscht – die Siegerehrung war leider ohne Pferd, dafür hatte er die Gelegenheit einen misstrauischen Blick auf das Schleifenpony zu werfen, das sogar ihm ein kleines bisschen Angst gemacht hat.
Nach einer kurzen Pause folgte der Reiter-Wettbewerb. Jonas Bär erreichte mit 6,6 in der seiner Abteilung Platz 3 und Lena Wölk mit 7,5 in ihrer Wertungsabteilung Platz 1. Die anschließende Mittagspause nutzte Amicelli dazu, seine Helfer reichlich zu beschäftigen. Er fand nach kurzer Zeit den ihm zugedachten Gras-Platz nicht passend und zog die ganze Mannschaft mit Haflinger-Power weiter. In das für ihn angemietete Paddock wollte er nicht, da war ihm zu wenig Action. Am zufriedensten war er ganz nahe am Turniergeschehen – unter einem Baum an den Dressur/Springplätzen.
IMG_0476
18_7D2_GAE_0752
Dann war ein E Springen angesagt, das auf einem sehr großen schönen Springplatz aufgebaut war. Amicelli, als einziges „Kleinpferd“ im Wettbewerb, lief unter dem Sattel von Lena Gaedtke einen einwandfreien Parcours. Im Gegensatz zu vielen anderen Pferden nahm er die Hindernisse mit der ihm eigenen Gelassenheit und sprang ohne Zaudern und Zögern. Lediglich die Galopp-Wechsel, die in einem Stilspringen eigentlich mit dazu gehören, klappten noch nicht so ganz. Den Wechsel nach links springt er ganz gerne, den nach rechts weniger. Er ist halt auch ein Volti-Haflinger und da ist schließlich Linksgalopp. Das Paar bekam 6,9 und erreichte Platz 5 in einem Feld von 18 Startern.

Somit war die Erfolgsbilanz für Amicelli perfekt – 4 Starts – 4 Schleifen. Und dann schnell nach Hause zum Abend-Futter. So war der Plan! Amicelli hatte aber einen anderen.
Er war nicht mehr dazu zu bewegen, sich dem Hänger zu nähern. Die Rampe in weiter Ferne blieb er stehen, ging rückwärts, machte ein bisschen auf Spanische Hofreitschule und brachte alle noch vorhandenen Helfer zum Verzweifeln. Zuckerbrot in Form von Möhren oder Abendessen halfen genauso wenig, wie ordentliches Antreiben mit Gerte, Besen und anderen Hilfsmitteln. Da ging gar nichts mehr, der Haflinger stellte auf bockig und war stur wie ein Esel. Nach ausführlicher Beratung wurde er in eine Box in den Turnierstall gestellt –um Verlade-Pause zu machen und vielleicht ein bisschen Motivation zu bekommen. Dann wurde Masun – sein bester Freund, mit dem er schon öfter auf Turnier war – von zuhause abgeholt. Masun wollte auch erstmal nicht Verladen werden, aber Alex überzeugte ihn dann recht schnell und es ging zurück zum Turnier. Dort erfüllte Masun seine Aufgabe vorbildlich und wieherte dann auf dem Hof vom Hänger aus Amicelli freudig entgegen. Der nahm keinerlei Notiz von Masun – hatte er doch mittlerweile Gefallen an der Gastbox und vor allem der rossigen Nachbarstute gefunden. Masun erfüllte weiter seine Pflicht, wieherte ab und zu und stampfte dann auch schon etwas ungeduldig, da er eigentlich zum Abendessen heim wollte. Amicelli war das alles egal, er blieb bockig. Die dann angeforderte Verstärkung von Form von Billy und Ulle schafften dann das schier Unmögliche: Amicelli in den Hänger zu bewegen! Kaum drin war alles bester Ordnung und er spielte mit Masun „Heunetz-Schubsen“.

Nach erfolgreichem Turniertag und recht anstrengender Verladeaktion kamen beide zuhause im Stall an. Masun fand die ganze Aktion recht fragwürdig, Hängerfahren, rumstehen im Hänger, Hängerfahren – das hat er in seinen 22 Jahren bisher noch nicht erlebt. Vielleicht hat er Amicelli zuhause ordentlich seine Meinung gesagt. Wir sind gespannt auf die nächste Fahrt mit dem Super-Turnier-Haflinger. Glückwunsch an die Platzierten und ganz herzlichen Dank an die unermüdlichen Helfer! Lena W. hatte ihre ganze Samstag Reitergruppe zur Unterstützung dabei, Anne Mühlemeier kümmerte sich beständig und unermüdlich um den wiederborstigen Super-Hafi und natürlich DANKE an die „Verlade-Profis“ Ulle und Billy.